Christopher Quiring und der 1. FC Union trennen sich

Christopher Quiring
Niemals geht man so ganz, "Chrissi" Quiring. Foto: Enrico Formowitz

Der 1. FC Union räumt weiter auf im Kader. Mit Beginn der Winterpause hatten die Eisernen 30 Profis unter Vertrag. Aktuell sind es 29. Zwei gingen einer kam. Aus dem Trainingslager in Spanien abgereist ist Christopher Quiring. Sein zukünftiger Arbeitsort wird Rostock sein. Seine fußballerischen Fähigkeiten wird er beim FC Hansa in der 3. Liga zur Verfügung stellen. Die Hanseaten hatten mehrfach angefragt. Jetzt siegte beim kleinen quirligen Rechtsaußen der Verstand über das Herz. Wer ist typisch für den Verein 1. FC Union Berlin ? Diese Frage würden viele Fans mit Christopher „Chrissi“ Quiring beantworten. Vom BSC Marzahn wechselte er nach Köpenick, von 2002 bis 2008 durchlief er die Jugendmannschaften, nach der A-Jugend spielte er zunächst für die 2. Mannschaft, bis er am 15. 2010 sein Debüt in der 1. Mannschaft gab. Es war in Leipzig, dorthin wurde die Pokalpartie zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Union verlegt. Er wurde in der 69. Minute für Santi Kolk eingewechselt. Auf sein erstes Tor als Profi musste er bis zum 8. Mai 2011 warten. Am vorletzten Spieltag traf er mit einem Rechtsschuss zur zwischenzeitlichen 3:2 Führung im Spiel gegen Energie Cottbus. Das Spiel endete damals vor 18.432 Zuschauern mit 4:2 für Union. Es folgten in den kommenden Spielzeiten noch 18 weitere Tore in der 2. Liga. Es sah danach gut aus. Seine Karriere nahm Fahrt auf. Die Einsatzzeiten stiegen und damit der Marktwert. In den zwei Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 war er Stammspieler. Es war ein Spiel am Montagabend, der Lokalrivale war zum zweiten Male abgestiegen und musste zum Derby in der Wuhlheide antreten. In der 53. Minute wurde Quiring eingewechselt und in der 69. Minute egalisierte er den Führungstreffer der Hertha, erzielt von Sandro Wagner. Die Eisernen verloren das Spiel durch einen Freistoß von Ronny. „Chrisi“ Quiring machte nicht nur durch sein Tor von sich reden, auch eine Interview-Äußerung nach dem Spiel blieb länger im Gedächtnis. „Wenn die Wessis in unserem Stadion jubeln, krieg ich das kotzen.“ Der Verein, sein Verein entwickelte sich weiter. Die Ansprüche stiegen. Seine eigene Entwicklung dagegen geriet ins stocken. Vor einem Jahr wurde ihm nahegelegt, zu wechseln. Er wollte nicht, konnte sich einfach nicht vorstellen, im Trikot eines anderen Vereins auf den Platz zu laufen. Jetzt hat er sich entschieden, seine Karriere geht weiter, der neue Vertrag in Rostock läuft zunächst bist zum Ende der Saison 2018/19.

Hans-Peter Becker

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