Imponierender Endspurt der BR Volleys

Karsteb Holland
Sorgte wieder für gute Stimmung, Dr. Karsten Holland. Foto: Christian Zschiedrich

Es klingt so klar: Mit 3:0 (25:19, 25:14, 25:23) bezwingen die Berliner vor 3.571 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle den Tabellensechsten TV Ingersoll Bühl. Es ist der erste Sieg im neuen Jahr. Damit eroberten die BR Volleys am 11. Spieltag die Tabellenspitze, vor dem VfB Friedrichshafen und United Volleys Rhein-Main, zurück. Was so klar aussieht verdanken die Schützlinge von Roberto Serniotti ihren Leistungen in den ersten beiden Sätzen. Die Berliner spielten zwei Sätze lang beeindruckend konzentriert und dominant, mussten sich im dritten Satz aber gewaltig strecken, um letztlich den 3:0-Sieg zu erzwingen. Es ist der zehnte Saisonsieg. Apropos Tabelle, der VfB Friedrichshafen (Pokalfinalgegner am 29. Januar 2017 in Mannheim) hat bereits den 12. Spieltag gegen den Tabellenvierten Powervolleys Düren hinter sich und gewann 3:0 (25:20, 25:23, 26:24), führt insofern wieder mit einem Punkt vor den Berlinern. Coach Roberto Serniotti vertraute im ersten Spiel des neuen Jahres neben Kapitän Robert Kromm, dem Volleyballer des Jahres, auf Tsimafei Zhukouski, Luke Perry, Steven Marshall, Paul Carroll, Felix Fischer und Graham Vigrass. Sowohl dem Trainer als auch dem Manager ärgerte der Hänger im 3. Satz. Den Fans war die Spannung recht. 5 Zähler lagen die Berliner bei 6:11 zurück. Der Abstand blieb über die Zwischenstände 8:13, 11:16, 13:8 und 15:21 bestehen. Was dann geschah, imponierte und ließ die Fans mitgehen. Robert Kromm und Co. zeigten, wozu sie bei voller Konzentration in der Lage sind, ein verloren geglaubter Satz bei sechs Punkten Rückstand kurz vor Ultimo wurde noch gedreht und das Spiel gewonnen. Bei 22:22 war endlich der Ausgleich geschafft und bei 23:22 gab es die erste Führung im 3. Satz. Mit dem zweiten Matchball hieß es am Ende 25:23. Die Berliner "Aufschlag-Kanone" Zhukouski heizte den Akteuren und Fans im Volleyballtempel gewaltig an. Gäste-Zuspieler Finoli ließ seine Klasse mehrfach aufblitzen. Mehr Qualität und bessere Nerven bewiesen die Berliner. Zum MVP des Spiels wurde Libero Luke Perry aufgrund seiner starken Leistung. So darf es weitergehen.

Christian Zschiedrich

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