Keine Konstanz - Eisbären verlieren gegen Nürnberg

Foto: Stefan Wenske
Foto: Stefan Wenske

„Ohne Halle wär hier gar nichts los“, so hörte sich ein Sprechchor der Eisbärenfans auf den Stehplätzen an. Was könnte damit gemeint gewesen sein ? Nur 9.690 Zuschauer wollten am Sonntagabend das Spiel in der DEL zwischen den Eisbären Berlin und den Ice-Tigers aus Nürnberg sehen. Es lag am Termin – Sonntagabend, dazu verkaufsoffener 4. Advent – und daran, dass die Eisbären einige Probleme haben. Die Saison droht erneut in die Kategorie „Übergang, wir hoffen auf die nächste“ abzurutschen. Gegen die aktuellen Spitzenteams, Platz 1 bis 6 der Tabelle, reicht es nicht. Nach 60 effektiven Spielminuten mussten sich die Eisbären den Nürnbergern (aktueller Tabellenzweiter) mit 1:3 geschlagen geben. Eisbären-Trainer Uwe Krupp brachte es unumwunden auf den Punkt: „Ja, wer das Spiel gesehen hat, es war für 40 Minuten eine deutliche Angelegenheit, Nürnberg war uns überlegen. Erst im letzten Drittel haben wir besser gearbeitet.“ Die Hausherren der MB Arena konnten nur fünf Verteidiger aufbieten. Kai Wissmann ging geschwächt durch eine Erkältung in das Spiel. Ab dem 2. Drittel konnte er nicht mehr eingesetzt werden. Den ersten Treffer im Spiel markierten die Gäste. In der 9. Minute verwertete David Steckel seinen eigenen Abpraller. Leonard Pfördel erhöhte in 25. Minute auf 2:0 aus Sicht der Ice-Tigers. Die Eisbären waren zwar bemüht, es gelang nicht viel. Selbst Powerplay-Chancen verstrichen wirkungslos. Die Hoffnung kam wenigstens ein bisschen zurück. Nach exakt 28 Spielminuten packte Verteidiger Constantin Braun den Hammer aus. Sein Schuss fand durch die Beine von Jochen Reimer den Weg in das Tor. Anschließend ging es munter weiter,..

Nürnberg Ice Tigers
Foto: Stefan Wenske

nur ein weiterer Treffer fiel nicht. Die Führung der Nürnberger hielt bis in die Schlussminute. Die Eisbären nahmen eine Auszeit. Co. Trainer Marian Bazany gab die letzten Anweisungen vor dem Versuch, wenigstens einen Punkt zu retten. Es trafen die Nürnberger in Person von Steven Reinprecht ins verwaiste Eisbärentor. Der Deckel war drauf und der Sieg der Nürnberger ging in Ordnung. Der Schütze des einzigen Tores für die Eisbären, besagter Constantin Braun hatte lieber auf sein Tor verzichtet, wenn die Punkte in Berlin geblieben wären. Es fehlt bei den Eisbären an Konstanz. Im Moment wird ein Weg gesucht, wie sie wieder erlangt werden kann. Bis Weihnachten sind noch 6 Punkte zu vergeben. Am kommenden Mittwoch spielen die Eisbären in Schwenningen, bevor es am Tag vor Heiligabend zu einem erneuten Duell mit den Grizzlys aus Wolfsburg kommt.

Hans-Peter Becker

 

Spieldaten

EHC Eisbären Berlin vs Thomas Szabo Ice-Tigers Nürnberg 1:3 (0:1/1:1/0:1)

Ort MB Arena Berlin

 

18.12.2016 19:00 Uhr

Zuschauer 9.690

Schiedsrichter Aumüller, Roland – Schütz, Markus – Saleweski, Kevin – Westhaus, Volker

 

Eisbären Berlin

Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

1. Reihe Rankel, André - Wilson, Kyle - Petersen, Nick - Braun, Constantin - Gervais, Bruno

2. Reihe Busch, Florian - Olver, Darin - Tallackson, Barry - Baxmann, Jens - Wissman, Kai

3. Reihe MacQueen, Jamie - Talbot, Julian - Machacek, Spencer - , Adam, Maximilian - DuPont, Micki

4. Reihe Braun, Laurin - Fischbuch, Daniel - Ziegler, Sven

Trainer Uwe Krupp

 

Thomas Sabo Ice Tigers

Tor Reimer, Jochen - Jenike, Andreas

1. Reihe Möchel, Marius - Steckel, David - Pföderl, Leonard - Syvret, Daniel - Jurcina, Milan

2. Reihe Ehliz, Yasin – Reinprecht, Steven – Reimer, Patrick – Festerling, Brett - Blacker, Jesse

3. Reihe Kozek, Andrew – Dupius, Philippe – Segal, Brandon – Martinovic, Sasa - Teubert, Colten

4. Reihe Prust, Brandon - Buzas, Patrick - Pfleger, Marco

Trainer Rob Wilson

„Wir wollten die Eisbären unter Druck setzen, wir wussten, dass sie personelle Probleme haben. Daher wollten wir vor allem die jungen Verteidiger unter Druck setzen, dass ist uns gut gelungen. Ein Tor mehr hätten wir schießen müssen, dass haben wir nicht geschafft. Ansonsten sind wir zufrieden. Insgesamt war es ein schweres Auswärtsspiel.“

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