KSC holt einen Punkt gegen den USC Münster

Ganz schön spannend war es am Samstagabend in der Köpenicker Hämmerlinghalle: die heimischen KSC Schmetterlinge holten sich schlussendlich einen sehr verdienten Punkt gegen die gut besetzten und mit einer Favoritenstellung in das Spiel gegangenen Unabhängigen aus Münster.

Der KSC begann hochkonzentriert - der erste Satz war ein hochklassiges Match zweier Teams, die sich nichts schenkten und beide mit wenigen Fehlern den Gegner jeweils ungemein unter Druck setzten. Selten gab es im ersten Satz in Köpenick eine solche Zusammenballung von außergewöhnlich langen und intensiven Ballwechseln. Die Schmetterlinge machten die entscheidenden Punkte und sicherten sich den Erfolg. Die Sätze 2 und 3 gingen dann an die Gäste aus Münster - im dritten Satz brachte der KSC einfach keine Angriffe erfolgreich durch, immer war noch die Abwehr der Gäste zur Stelle. Diese holten sich verdient die Satzführung. Im vierten Satz wechselte einige Male die Führung, der KSC befreite sich immer wieder aus dem Rückstand, kam zurück und holte sich den Satzausgleich. Mit einer Aufschlagserie von Erica Wilson (acht Punkte am Stück) zogen die Unabhängigen im fünften Satz uneinholbar in Richtung Matchgewinn.

Münsters Trainer Andi Vollmer hatte sich zwar drei Punkte aus der Hämmerlinghalle versprochen, war aber dann doch froh, nur einen Punkt für die Tabelle zu verlieren. "Egal mit welcher Mannschaft ich hier war, ob damals Wiesbaden oder jetzt Münster, das waren immer kämpferische Spiele gegen den KSC, in denen uns nichts geschenkt wurde und wir für unseren Erfolg ganz schön viel zu tun hatten." So auch gestern: Linda Dörendahl, Ines Bathen und Co. hatten harte Abwehrarbeit zu verrichten. Im Angriff punkteten die Amerikanerinnen Jennifer Keddy und Erica Wilson sowie die Ukrainerin Bogdana Anisova am erfolgreichsten.

Köpenicks Trainer Rieke war dagegen nach der ersten Enttäuschung "grundsätzlich zufrieden, auch wenn es immer wieder Details zu korrigieren gibt. Die Mannschaft hat sich den Punkt im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft, hat Münster immer wieder unter Druck gesetzt. Allerdings waren uns die Gäste heute in Aufschlag und Annahme überlegen. Wir wussten, dass bei zu anspruchslosen Aufgaben Münster mit dem ersten Tempo ungemein gefährlich ist." Entsprechend hatte er für das Team die Aufgabe abgeleitet, "mit den Aufschlägen mehr Druck auszuüben, aber die damit verbundenen Risikoaufschläge gingen zu häufig nicht ins Feld." Auf KSC-Seite punkteten drei Spielerinnen mit je 14 Treffern: Alle drei, sowohl Nicole Walch, Nele Iwohn wie auch Pia Riedel, haben sich in dieser Saison gegenüber den ersten Ligavergleichen deutlich gesteigert.

Der KSC ist am nächsten Samstag in Erfurt zu Gast, nach den Weihnachtsfeiertagen folgt am 28. Dezember ein Höhepunkt mit dem Spiel gegen Supercup-Sieger Stuttgart in Köpenick.

Endergebnis:

Köpenicker SC Berlin - USC Münster 2:3 (25:22, 22:25, 13:25, 25:23, 7:15)

Quelle: Burkhard Kroll/KSC

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