1. FC Union – Stand der Dinge

Union Berlin
Foto: Hans-Peter Becker

Für den 1. FC Union verläuft bisher alles nach Plan. Nach dem Sieg über Braunschweig „schmeckt man wieder oben ran“. Vor der Auswärtsaufgabe in Heidenheim beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz nur einen Punkt und bis zu einem direkten Aufstiegsplatz sind es nur deren zwei. Das Torverhältnis von 25 zu 16 gehört zu den Spitzenwerten der Liga. Jens Keller hat aus dem vorhandenen Kader bisher einen sehr guten Ertrag geholt. 15. Spieltage, fast die Hälfte der Saison ist vorüber. In den vergangenen zwei Spielzeiten hatten die Eisernen zum gleichen Zeitpunkt der Saison 10 bzw. 11 Punkte weniger. Auf ihre Heimstärke konnten sich die Wuhlheider schon länger verlassen, in dieser Saison klappt es auch viel öfter auswärts. 13 Punkte wurden auf des Gegners Platz errungen, einen besseren Wert hat nur der neue Spitzenreiter VfB Stuttgart mit 14 Auswärtspunkten. Diese gewachsene Auswärtsstärke ist der Hauptgrund für das gute Abschneiden. Nach dem gewonnenen Spiel gegen Braunschweig lief Präsident Dirk Zingler mit einem breiten Lächeln durch die Mixed-Zone, auch der für die Profis zuständige Leiter, Helmut Schulte war äußerst entspannt. Der große Kader, aktuell sind 30 Profis unter Vertrag, hatte bislang sein gutes. Wichtige Positionen sind doppelt besetzt. Verletzungen, selbst von Spielern auf sogenannten Schlüsselpositionen, werfen die Mannschaft nicht mehr so schnell zurück. Auf einigen Positionen stehen zwei gleichstarke Spieler zur Verfügung. Die bevorzugten taktischen Grundordnungen von...

Trainer Jens Keller sind ein 4-4-2 oder 4-3-3. Die Abwehr präsentiert sich wesentlich stabiler. Hier offenbart ein Blick zurück in die vergangenen zwei Spielzeiten, am 15. Spieltag schlugen bereits 26 Gegentore zu Buche. Bereits fünf Spiele konnten in dieser Saison zu Null gewonnen werden. Nach dem Braunschweig-Spiel wurde von Jens Keller ausdrücklich Neuzugang Kristian Pedersen gelobt. Als linker Außenverteidiger hat er sich einen Stammplatz erspielt. Der 24jährige wurde zu Beginn der Saison aus der zweiten dänischen Liga, von Höge BK geholt. Trotz seiner 1,91 m Körpergröße wirkt er sehr beweglich, ähnlich wie sein Kollege auf der rechten Außenbahn, der Österreicher Christopher Trimmel. Ein anderer skandinavischer Neuzugang ist zur Zeit ebenfalls im Blickpunkt. Simon Hedlund, last minute Verpflichtung aus der ersten schwedischen Liga, scheint nach Anlaufschwierigkeiten jetzt so richtig in der Wuhlheide angekommen zu sein. Gegen Braunschweig erzielte er das 1:0 und war am Siegtreffer durch Dennis Daube maßgeblich beteiligt. „Jetzt kann man sehen, warum wir ihn verpflichtet haben.“, so Jens Keller auf entsprechende Nachfrage. Ebenso lobende Worte fand Innenverteidiger Toni Leistner. „Jetzt zeigt er, was er kann.“ Im Angriff können die Eisernen von der Bank so richtig nachlegen. So saß ein Philipp Hosiner zunächst auf der der selben. Die Entwicklung im Mittelfeld hält, gemessen an Abwehr und Angriff, nicht ganz Schritt, hier gibt es Reserven. In diesem Jahr gibt es noch 2 Spiele, am kommenden Freitag in Heidenheim und am 16. Dezember beschließt die Heimpartie gegen Greuther Fürth das Spieljahr. Union will oben dran bleiben.

Hans-Peter Becker

Kommentar schreiben

Kommentare: 0