Stürzt am Montagabend der Spitzenreiter ?

Christian Arbeit Jens Keller Union Berlin Eintracht Braunschweig
Viel Optimismus vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig. (Foto: Hans-Peter Becker)

Der 1. FC Union empfängt am kommenden Montag den aktuellen Spitzenreiter der Liga. Typisch Berlin, an diesem Montag werden wieder viele Wege die Fans in die Alte Försterei führen. Ein Weg wird beschwerlicher, auf der Linie S 3 wird Schienenersatzverkehr eingerichtet, zwischen Ostkreuz und Erkner. Der Berliner nimmt es mit Humor und Gelassenheit. Kommt einem ja auch irgendwie bekannt vor. Berlin ist halt nicht, Berlin wird immer nur. Das wusste schon der Philosoph Ernst Bloch. Sein Hauptwerk heißt, „Das Prinzip Hoffnung“. Der Verein hat reagiert. Nach der Arbeit nicht erst nach Hause gehen. Das Stadion öffnet früher, ab 18 Uhr, Abendbrot in der Wuhlheide, die Grills werden laufen. Bier gibt es auch. Bei den prognostizierten Temperaturen dürfte Glühwein besser gehen. Am 3. Spieltag übernahmen die Braunschweiger die Tabellenführung und gaben sie seitdem nicht wieder her. Die Eisernen könnten den Spitzenreiter stürzen. Sie dürfen die Braunschweiger nicht gewinnen lassen. Angeblich soll ja der 1. FC Union das Ziel Aufstieg weit offensiver vertreten als die Eintracht, die bereits einen Aufstieg in diesem Jahrzehnt hinter sich haben. Bei einem Sieg wären die Braunschweiger um 9 Punkte enteilt und wären weiter die punktbeste Mannschaft der Liga. Keiner hätte wohl den Braunschweigern diesen Start zugetraut. Lediglich 2 Niederlagen stehen zu Buche, zum Vergleich, die Eisernen haben deren 4 auf dem Konto. Torsten Lieberknecht übernahm 2008 das Traineramt bei den Braunschweiger Profis und führte den Meister von 1967 in die neugegründete 3. Liga. Zunächst zogen die Eisernen vorbei, den Braunschweigern gelang erst 2011 der Aufstieg in die 2. Bundesliga. 2013 zogen die Braunschweigern in das Oberhaus. Es blieb ein Intermezzo für ein Jahr. In der Vereinshistorie stehen insgesamt 21 Spielzeiten in der obersten Liga. Die erste Begegnung um Punkte wurde zwischen beiden Vereinen am 23. August 2000 in der Wuhlheide ausgetragen. 13.896 Zuschauer sahen ein 1:1 am 5. Spieltag der Regionalliga Nord. In der 2. Liga ist die Bilanz fast ausgeglichen. (5 Siege/1 Unentschieden und eine Niederlage, das ist die bisherige Bilanz aus Sicht der Eisernen) Die Eisernen haben einen Sieg mehr errungen. „Das wollen wir versuchen am Montag zu ändern“, so äußerte sich Braunschweigs Trainer. Jens Keller hat natürlich was dagegen. „Egal wer kommt, unsere Motivation ist immer hoch, wir wollen jedes Spiel gewinnen. Braunschweig hat als Mannschaft eine enorme Qualität. Sie stehen zu recht da oben.“ Personell kann Jens Keller aus den berühmten Vollen schöpfen. Bis auf Benny Köhler gibt es keinen Ausfall im Kader. Es wird ein heißes Tänzchen werden im bitterkalten Stadion. Die Braunschweiger bevorzugen Tempofußball und lauern auf die sogenannten zweiten Bälle. Anpfiff in der Alten Försterei ist um 20:15 Uhr und kurz nach 22:00 Uhr gibt es Gewissheit, ob sich der 4:0 Auswärtssieg in Aue für den VfB Stuttgart gelohnt hat.

Hans-Peter Becker

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