Eisbären verlieren in der Overtime

Julian Talbot Straubing Tigers Eisbären Berlin
rechts im Bild, Julian Talbot Nr. 48 in seinem 300. Spiel für die Eisbären (Foto: Stefan Wenske)

Die Straubing Tigers waren der Gegner zum Auftakt der Saison. Man sieht sich immer zweimal. In einer vorgezogenen Partie des 46. Spieltages stellten sich die Tigers am Mittwochabend erneut vor. Sie machten den Eisbären das Leben schwer. Das 1. Drittel ging klar und deutlich an die Gäste. Petri Vehanen hatte 16mal in Anfangsdrittel ein Tor verhindert. In der 16. Minute war er dann machtlos. Die Straubinger nutzten ihre zweite Chance im Überzahlspiel. Derek Whitmore war der Torschütze. Die Eisbären zwangen Dimitri Pätzold nur zu insgesamt 9 Rettungstaten im ersten Drittel. Das waren nicht die Eisbären aus den vorangegangenen Heimspielen. Es wurde besser im 2. Drittel. In der 24. Spielminute sorgte Kyle Wilson für den Ausgleich. Er fälschte einen Schuss von Andre Rankel ab. Im steten Bemühen von beiden Seiten einen Angriff erfolgreich zu beenden verging die Spielzeit im Mittelabschnitt. Es wurde auch im Schlussdrittel kein Eishockey für Feinschmecker. Das Spiel lebte von der Spannung, diese abgestandene Formel traf es am Besten. Es ging rauf und runter. Der entscheidende Treffer gelang nicht in der regulären Spielzeit. Die Eisbären waren ein bisschen näher dran. Es wurde eine Punkteteilung. Den 10.077 Zuschauern wurde erstmals eine Overtime geboten. Seit dieser Saison ja im Modus 3 Feldspieler, ein Torwart. Erst hat man kein Glück,.....

Kyle Wilson
Kyle Wilson erzielt den 1:1 Ausgleich und rettet wenigstens einen Punkt. (Foto: Stefan Wenske)

dann kommt auch noch Pech dazu. Das Spektakel der Overtime war nach 37 Sekunden beendet. Darin Olver ließ sich den Puck klauen und Dylan Yeo vollendete mit einem satten Schuss. Der Tabellenvorletzte bekam den Zusatzpunkt. Woran hat es gelegen, dass es nach zuletzt zwei glatten Heimsiegen in Folge nicht funktioniert hat. „Wir haben über 60 Minuten nicht konstant gespielt.. und wenn man die 60 Minuten nicht durchspielt, kann man nicht gewinnen. Straubing haben wir auf keinen Fall unterschätzt,“ so äußerte sich Eisbären-Stürmer Daniel Fischbuch nach dem Spiel. Das Spiel gegen die Straubing Tigers war übrigens das 300. DEL für den Center der Eisbären Julian Talbot. Der Kanadier kam mit Beginn der Saison 2011/12 zu den Eisbären. Für Talbot, der in der vergangenen Saison, einschließlich Playoffs auf 36 Scorerpunkte kam, läuft es aktuell noch nicht so richtig. 22 Spiele hat er absolviert und dabei 6 Punkte geholt. Die Eisbären haben jetzt 37 Punkte nach 24 absolvierten Spielen der Hauptrunde. Die nächsten Spiele stehen an gegen Augsburg (auswärts am Freitag und am Sonntag daheim), gegen DEL Neuling Bremerhaven.

Hans-Peter Becker

 

Stimmen

Larry Mitchell (Trainer Straubing Tigers)

„Die Zuschauer haben ein unglaubliches Eishockeyspiel gesehen. Wir haben verdient geführt nach dem 1. Drittel, im 2. Drittel wenig zugelassen, aber leider durch einen Deckungsfehler den Ausgleich zugelassen, im 3. Drittel war Berlin zunächst besser. Wir hatten unsere Chancen, leider das Tor nicht gemacht. Vor dem Spiel hätte ich ein 1:1 sofort unterschrieben, gerade in Berlin, wo es sehr schwer ist zu gewinnen. Am Schluss hatten wir Glück, als der Puck über den Schläger von Spencer Machacek sprang, bei all dem Pech in letzter Zeit und trotz der Tatsache, dass Uwe mein Kollege und Freund ist, werde ich heute trotzdem gut schlafen und kein schlechtes Gewissen haben.“

 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin)

„Im ersten Drittel hat nur Straubing gespielt. Im zweiten Drittel waren wir besser, was nach dem 1. Drittel nicht schwierig war. Der Ausgleich war verdient. Im letzten Drittel haben wir gut gespielt. Straubing ist immer gut eingestellt. Larrys Mannschaften sind immer gut organisiert, da ist es schwer im 5 gegen 5 Tore zu schießen. Leider wurde es heute nur ein Punkt.“

 

Spieldaten

Ort MB Arena Berlin

30.11.2016 19:30 Uhr

Zuschauer 12.824

Schiedsrichter Brüggemann, Kopitz

 

Eisbären Berlin

Tor Vehanen

1. Reihe Olver, Busch, Petersen, C. Braun, DuPont

2. Reihe Wilson, Rankel, Tallackson, Adam, Gervais

3. Reihe MacQueen, Fischbuch, Ziegler, Baxmann, Wissmann

4. Reihe Hessler, Talbot, Machacek, Jahnke

Trainer Uwe Krupp

 

Straubing Tigers

Tor Pätzold

1. Reihe Miller, Timmins, Whitmore, Yeo, Edwards

2. Reihe Schönberger, Connolly, Wiliams, Sullivan, Cornell

3. Reihe Hedden, Loibl, Mitchell, Jobke, Renner

4. Reihe Hartl, Zalewski, Oblinger, Bettauer

Trainer Larry Mitchell

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