Kantersieg über Düsseldorf

Jens Baxmann Düsseldorfer EG
Mitten im Abwehrgetümmel, Eisbär 29, Jens Baxmann 700 Einsätze in der DEL Foto: Stefan Wenske

Es der Auftakt zu einer Serie von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen. Erster Gegner war am Freitagabend in der Arena am Ostbahnhof die Düsseldorfer EG. Für beide Mannschaften ist der bisherige Saisonverlauf alles andere als zufriedenstellend. Nach 60 effektiven Spielminuten hatten die Eisbären mit 5:0 einen Kantersieg herausgeholt. Der Torreigen begann bereits in der ersten Spielminute. Auf dem Eis war noch die Starting Six und Daren Olver (Vorarbeit Florian Busch und Micky DuPont) überwand mit einem Bauerntrick Matthias Niederberger im Düsseldorfer Tor. So ein sehr frühes Tor ist immer gut. Anschließend spielten nur die Gäste. Es grenzte an ein kleines Wunder, dass das 1:0 bis zur ersten Drittelpause Bestand hatte. Selbst eine Überzahl konnte die Gäste nicht nutzen. Im Mittelabschnitt drängten die Gäste weiter auf den Ausgleich und hatten gute Möglichkeiten. In der 34. Spielminute erzielte Spencer Machacek mit einer sehenswerten Einzelleistung das 2:0. Einen fast verunglücktes Zuspiel von Micky DuPont konnte er zu einem Torschuss verarbeiten. Ein Rückhandschuss mit halber Drehung und der Puck war drin. Kurz zuvor waren die Düsseldorfer mal wieder an Petri Vehanen gescheitert. Das Spiel behielt sein überschaubares Niveau. Im Schlussabschnitt sorgte Nicholas Petersen in der 45. Minute....

Daren Olver Eisbären Berlin DEL
Daren Olver bringt die Eisbären bereits nach 49 Sekunden mit 1:0 in Führung. Foto: Stefan Wenske

für die Vorentscheidung. Es stand 3:0 für die Eisbären und die Düsseldorfer bissen sich weiter die Zähne, aus, zudem lief ihnen die Zeit davon. Kyle Wilson beseitigte in der 56. Minute mit seinem Treffer zum 4:0 jegliche Restzweifel, dass der Sieger Eisbären Berlin heißen wird. Das Spiel begann mit einem frühen Tor und endete mit einem späten. Sven Ziegler traf 6 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr zum 5:0. Die nackten Zahlen lassen auf ein leichtes Spiel für die Eisbären schließen, so war es nicht. Der Sieg ist 2 bis 3 Tore zu hoch ausgefallen. Düsseldorf scheiterte an einem gut aufgelegten Petri Vehanen (shutout, 38 Schüsse gehalten) und insgesamt guten Leistungen der Eisbären Verteidiger. Es war das bisher zweite zu Null Spiel der Eisbären. Der Gegentorschnitt liegt nach 21 Saisonspielen bei 2,95 pro Begegnung. Insofern hat ein gegentorfreies Spiel gut getan. Das äußerte Verteidiger Jens Baxmann in der Mixed-Zone. Das Spiel gegen die DEG war zugleich sein Einsatz Nummer 700 in der DEL, natürlich alle im Eisbärentrikot. In einen Punkt allerdings irrte er. Er glaubte zu wissen, dass sein 500. Spiel auch gegen Düsseldorf absolviert wurde „und da wurden wir schön vermöbelt.“ Richtig ist, dass sein 500. mit einer Niederlage endete. Es war ein 2:4 gegen die Hannover Scorpions am 30.09.2012.

Düsseldorfs Trainer Christoph Kreutzer war enttäuscht. „Wir haben uns viel vorgenommen, leider war der erste Wechsel schon nicht gut. Trotzdem haben wir uns wachgerüttelt, hatten vorne unsere Chancen, es ging hin und her und es war keineswegs so deutlich, wie es das Ergebnis darstellt.“

Uwe Krupp war vor allem mit der Abwehrleistung zufrieden. Es war eine ausgeglichene Partie, die bis zum 3:0 sich auch noch in die andere Richtung hätte entwickeln können. Am Schluss haben wir für Petri Vehanen den Shutout verteidigt.

Die personelle Situation bei den Eisbären bleibt angespannt. Während des Spiels verletzte sich Verteidiger Jonas Müller. Im Lager der Eisbären hofft man, dass er am Sonntag gegen Ingolstadt wieder einsatzfähig ist.

Hans-Peter Becker

 

Spieldaten

Ort: MB Arena Berlin

25.11.2016 19:30 Uhr

Zuschauer 12.926

Schiedsrichter Schimm, Hoppe

 

Eisbären Berlin

Tor Petri Vehanen

1. Reihe Olver, Busch, Petersen, C. Braun, DuPont

2. Reihe Wilson, Rankel, Tallackson, Müller, Gervais

3. Reihe MacQueen, Fischbuch, Ziegler, Baxmann, Wissmann

4. Reihe Hessler, Talbot, Machacek

Trainer Uwe Krupp

 

Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft

Tor Mathias Niederberger

1. Reihe Kammerer, Collins, Courchaine, Davis, Conboy

2. Reihe Yip, Barta; Milley, Ebner, Brandt

3. Reihe Dimitrey, Lewandowski, Minard, Schüle, Nowak

4: Reihe Strodel, Weiß, Priebisch, Hannes

Trainer Christoph Kreutzer

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