Unentschieden und hoher Besuch in der Wuhlheide

Union Berlin

In Berlin hat der VfB Stuttgart schon oft gespielt, allerdings noch nie in der Wuhlheide bei den Eisernen. Der Absteiger aus dem Schwabenland sorgte für einen ausverkauften Gästeblock und mit für die nunmehr vierte Vollauslastung der Saison. Stadionsprecher Christian Arbeit begrüßte ausdrücklich alle Schwaben aus dem Prenzlauer Berg. Sogar der Bundestrainer hatte sich eingefunden. Er hat eine Wohnung in Berlin und ist gebürtig aus dem Bundesland der Badener und Württemberger. Jetzt darf man rätseln, wenn er speziell beobachten wollte ? Beide Teams spielten mit einen richtigen Mittelstürmer, ohne falsche Neun. Der Stuttgarter Trainer überraschte in Berlin mit einer 3er-Kette in der Abwehr, davor ein 4er Mittelfeld und 3 Stürmern. Jens Keller - übrigens in Stuttgart geboren – hielt zunächst mit einer 4-4-2 Formation dagegen. Das wurde ab der 30. Minute korrigiert. Die erste Halbzeit gehörte dem VfB. Gerade war er noch zum Fußballgott ausgerufen worden, da setzte Simon Terodde nach nur 3 Minuten den Ball in die Maschen. Anschließend hatten die Eisernen Glück, dass das zweite Tor nicht fiel. Zur Halbzeitpause war der VfB Tabellenführer. Sie wären es geblieben, wenn Terodde seine Großchance gleich nach dem Wiederanpfiff genutzt hätte. So zeigte sich der Fußballgott gnädig. Der Ausgleich durch Steven Skrzybski fiel buchstäblich aus dem Nichts. Ein langer Ball von Roberto Puncec hätte eigentlich von Mitch Langerak relativ problemlos bewältigt werden können, ja wenn nicht Innenverteidiger Marcim Kaminski gedacht hätte, den köpf ich weg. So behinderten sie sich beide gegenseitig. Der Ball landete vor den Füssen von Skrzybski und der schickte mit einem dicken Dankeschön den Ball in das Tor. Der Treffer zeigte Wirkung bei den Stuttgartern. Sie verloren die Kontrolle und jetzt waren sie da, die rot-weißen aus Berlin. Auch der zwölfte Mann war deutlicher zu hören. Simon Terodde äußerte nach dem Spiel, dass er in der ersten Halbzeit die Union-Fans gar nicht so wahrgenommen hat. „Ein gutes Zeichen für uns.“ Die letzten 30 Minuten verliefen äußerst spannend, wenn auch die fußballerische Qualität weiter zu wünschen übrig ließ. Union hatte zwei Riesenchancen, um das Spiel zu drehen. Collin Quaner verpasste nur knapp. Schiedlich, friedlich blieb es bei einem Unentschieden am Sonntagnachmittag in der Wuhlheide. Zufrieden konnten nur die Unioner sein. Der VfB hätte eigentlich drei Punkte holen müssen.

Hans-Peter Becker

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