Pokalaus bei den Roten Raben

An ein solches Spiel konnte sich kaum einer in der Halle erinnern: Warum der KSC nach einer 21:9 Führung im ersten Satz das Spielen einstellte und in den nächsten Sätzen von einer Unsicherheit zur nächsten stolperte, erschloss sich sowohl Trainer, den Akteurinnen selbst und natürlich den ohnehin nicht zahlreich erschienenen Zuschauern überhaupt nicht. Die klare 1:3-Niederlage (21,-13,-7,-19) war deutlicher Ausdruck mentaler Schwäche bei den Gastgeberinnen.

Im ersten Satz dominierten zunächst die Köpenickerinnen wirklich beeindruckend. Mit Aufschlagserien speziell von Sarah Wickstrom und Dominice Steffen wurde die Vilsbiburger Abwehr beschäftigt und die Niederbayern fanden in dieser Phase nicht zu ihrem Spiel. Ihre Aufholjagd zum Satzende mit deutlich größerem ausgeübten Druck kam zu spät, der KSC brachte den Satz nachhause. Danach fand der KSC glatte zwei Sätze nicht mehr statt. Ausgehend von einer desorientierten Annahme (16 Aufschlagpunkte des Gegners muss man erstmal zulassen!) war ein erfolgreicher Spielaufbau rein technisch häufig kaum noch machbar. Im Willen, die Situationen noch mit besonderem Einsatz zu retten, gab es dann zuhauf die berühmten Abstimmungsprobleme: zwei jagen zum Ball und ziehen beide zum Schluss zurück... Und wenn der Ball dann doch einmal vernünftig kombiniert wurde, fehlte im Angriff das Selbstvertrauen, das Leder zielsicher auf die gegnerische Seite zu bringen. Auch die von Trainer Rieke initiierten Wechsel brachten keine Entlastung.

Im letzten Satz kam der KSC langsam wieder in den Rhythmus, ohne jedoch Vilsbiburg noch einmal gefährden zu können. Dafür waren die Gäste heute zu stark: Markovic und Wezorke beschäftigten die Berliner Abwehr mit ihren I-A-Aufschlägen, Stigrot, Wagendorp und Burdine jagten den Berlinerinnen bei den Angriffen die Bälle auf das Parkett.

Für den KSC geht es nun schnellstens darum, den Kopf wieder frei zu kriegen, um am kommenden Samstag gegen Wiesbaden mit neuer Konzentration auftreten zu können.

Quelle: KSC/Burkhard Kroll

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