Eisbären ohne Chance gegen Frölunda

Eisbären Berlin
Das 1:0 für Frölunda ist gefallen, S. Stalberg überwindet Vehanen. Foto: Stefan Wenske

Sie hatten ein schweres Los erwischt für das Achtelfinale der Eishockey-Champions League. Kein geringerer als der amtierende Cup-Verteidiger und aktuelle schwedische Meister, die Frölunda Indians stellten sich in der Arena am Ostbahnhof vor. Vor spartanischer Kulisse (4.552 Zuschauer) mühten sich die ersatzgeschwächten Eisbären redlich gegen eine schwedische Übermacht. Nach 6 Minuten gingen die Schweden in Führung durch einen Treffer von Sebastian Stalberg. Das erste und einzige Überzahlspiel im 1. Drittel nutzten die Gäste und erhöhten auf 2:0, einnetzen konnte der Kapitän der Gäste Joel Lundqvist. Die Eisbären versuchten dagegenzuhalten und lauerten auf Abspielfehler. Das zahlte sich in der 17. Minute aus, Sven Ziegler stibitzte den Puck und zog ab. Es schlug ein im Kasten von Johannes Gustavsson. Vorsichtshalber bemühten die Schiedsrichter aus Finnland den Videobeweis, es blieb bei der Wertung. Den alten Vorsprung stellte in der 19. Minute Caesy Wellmann wieder her. Nach dem ersten Drittel war klar, die Eisbären bräuchten ein Wunder, um gegen die starken Schweden bestehen zu können. Im Gegensatz zu den Eisbären sind die Indians aus Göteborg in der schwedischen Meisterschaft.......

Petri Vehanen Frölunda Indians
Eisbären Goalie Petri Vehanen während des Spiels. Foto: Stefan Wenske

ganz vorn mit dabei, haben nach 15 absolvierten Spielen 10 Siege auf dem Konto. Nach der Pause nahm die David gegen Goliath Konstellation immer deutlicher Gestalt an. Die Eisbären waren chancenlos, Frölunda präsentierte skandinavisches Eishockey vom Feinsten, passsicher und viel Tempo im Spiel. Im Mittelabschnitt erzielten die Gäste nur einen Treffer, erneut Lundqvist in der 28. Minute. Nach 60 effektiven Spielminuten hatte das Schlussergebnis debakelhafte Ausmaße angenommen. In der 41. und 49. Minute erzielten die Gäste noch zwei weitere Treffer, die Torschützen waren Christoffer Ehn und Johan Sundstrom. Nach dem sechsten Gegentreffer nahm Uwe Krupp Torwart Petri Vehanen vom Eis. Für die restliche Spielzeit hütete Marvin Cüpper den Kasten. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind nach der 1:6 Niederlage auf ein Mindestmaß gesunken. „Die Schweden waren der erwartet schwere Gegner, wir waren heute defensiv nicht auf der Höhe der Aufgaben. Trotzdem fahren wir nach Göteborg um zu zeigen, dass wir besser spielen können, als heute.“ so äußerte sich nach dem Spiel Eisbären-Kapitän Andre Rankel. Die Sorgenfalten von Eisbären-Trainer Uwe Krupp waren in der anschließenden Pressekonferenz nicht zu übersehen. "Frölunda war uns heute überlegen, sie waren schneller mit den Füssen und schneller im Kopf. Wir werden uns jetzt auf das Rückspiel vorbereiten und wollen dort zeigen, dass wir besser spielen können." Der Oktober ist nicht so verlaufen, wie erhofft. Die einwöchige Pause kommt da sehr gelegen.
Hans-Peter Becker

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Kommentare: 1
  • #1

    Mielke (Mittwoch, 02 November 2016 10:29)

    Dynamo!