Eisbären mit Shutout-Sieg gegen Schwenningen

Marvin Cüpper Eisbären Berlin
Marvin Cüpper feierte seinen ersten DEL Shutout Foto: Stefan Wenske

Diese Situation gab es schon einmal in der laufenden Saison. Nach zwei Niederlagen in Folge standen die Eisbären gehörig unter Druck. Mit Schwenningen kam eine Mannschaft nach Berlin, die sich meist als dankbarer Gegner erwiesen hat. Es war das insgesamt 65 Aufeinandertreffen und mit 41 Siegen spricht die Bilanz für die Eisbären. Die Zeiten sind nicht einfach, viele Spiele und viele Verletzte. Da die Eisbären auch noch in der Champions-League präsent sind, mussten sie im jetzt zurückliegenden Oktober insgesamt 13 Pflichtspiele absolvieren. Seit längerem nicht einsatzfähig sind Marcel Noebels, Laurin Braun, Florian Busch und neu dazugekommen Frank Hördler, der sich beim Auswärtsspiel am vergangenen Freitag in Straubing, eine Knöchelverletzung zuzog. So hieß es wieder Jugend forscht. Drei Verteidigerpärchen und dazu vier Sturmreihen, mehr geht im Moment nicht. Wobei die vierte Reihe nicht allzu viel Eiszeit hatte. Lediglich ihr Center Sven Ziegler entlastete zusätzlich mit seinen Einsätzen die anderen Sturmreihen. „Natürlich würde ich lieber mit vier Reihen spielen, leider ist das im Moment nicht möglich“, so Uwe Krupp nach dem Spiel. Das Tor hütete gegen Schwenningen Marvin Cüpper. Petri Vehanen bekam eine Verschnaufpause. Er sah von der Bank den ersten DEL Shutout seines jungen Kollegen. Der 22jährige gebürtige Kölner kam 2011 aus dem Krefelder Nachwuchs nach Berlin. Er verbrachte ein Jahr in der kanadischen Juniorenliga und wurde dort als der Torhüter mit der besten Fangquote ausgezeichnet. Die Schwenninger feuerten 34 Schüsse auf sein Tor ab, 17 Rettungstaten von Marvin Cüpper gingen in die Spielstatistik ein. Am spektakulärsten war die letzte, es waren noch 45 Sekunden auf der Spieluhr. Der Oktoberneuzugang der Schwenninger Stefano Giliati geht allein auf Cüpper zu und der behält die Nerven und entschärft die Situation in bester Vehanen-Manier. Er sicherte damit den knappen 1:0 Sieg und sorgte dafür, dass das Tor von Jonas Müller, genau wie Cüpper 22 Jahre alt, golden blieb. Drei schwer erkämpfte Punkte waren im Kasten. Das Tor fiel in der 47. Minute. Mit einem einem Schlagschuss überwand er Joey McDonald im Schwenninger Kasten. Hätten es nicht mehr Tore sein müssen gegen den Vorletzten der Tabelle ? Jonas Müller sagte dazu, dass Schwenningen sehr defensiv gespielt hat und sich die Eisbären leichter tun gegen Mannschaften, die mehr mitspielen wollen.

Die DEL pausiert wegen des Deutschland-Cups bis zum 11. November. Auf die Eisbären wartet am kommenden Dienstag eine schwere Aufgabe in der Champions-League. Zu Gast in der Arena ist kein Geringerer als der amtierende Pokalverteidiger und Meister aus Schweden, die Frölunda Indians.

Hans-Peter Becker

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