Kühler Kopf und hoher Einsatz bei den Berlin-Volleys

Die Berliner gewannen die Pokalschlacht im Achtelfinale gegen United Volleys Rhein-Main. Foto: Christian Zschiedrich
Die Berliner gewannen die Pokalschlacht im Achtelfinale gegen United Volleys Rhein-Main. Foto: Christian Zschiedrich

Gegen die starken United Volleys Rhein-Main erreichten die BR Volleys vor 4.135 begeisterten Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle das Pokal-Viertelfinale. Doch der amtierende Deutsche Pokalsieger hatte Schwerstarbeit zu verrichten, ehe am Ende der 3:1-Sieg (21:25, 25:22, 25:22, 29:27) feststand. „Wir machen‘s heut ein bisschen spannend“ sagten sich die Berliner zu Beginn und lagen im ersten Satz ganz schnell hinten. Unkonzentriert und mit eklatanter Aufschlagschwäche sahen unsere Pokalhelden überhaupt nicht heldenhaft aus; es beeindruckte nur der Gegner. Beim Versuch an die imponierend führenden Frankfurter wieder heran zu kommen, schlugen gleich drei Berliner Spieler ihren Aufschlag in Folge ins Netz. In dieser Häufigkeit, das gab es ja noch nie. Was war nur los? Nach der alten Regel wechselte zunächst nur das Aufschlagsrecht. Jetzt gibt es gleich Punkte für den Gegner, 7:9, 7:10, 8:11 so vergrößerte sich der Rückstand. Hoffnungsvoll kamen Kromm & Co. bis auf 14:15 heran, prompt folgte die nächste Schwächephase, als die Akteure merkten, das geht so nicht, notierten wir wenigstens ein gegenseitiges Wachrütteln. Von wegen die Berliner behaupten sich in der Endphase, Nein, über 17:21 und 20:24 sicherten sich die Gäste vom Rhein-Main mit 21:25 den ersten Satz. Im zweiten Satz...

erlebten die Fans eine willensstarke Mannschaft, mit einer ganz anderen Körpersprache und voll konzentriert. „Na bitte, wir können‘s doch, wenn wir wollen und ernst machen“. Die BR Volleys sammelten gleich von Anfang weg Punkte. Von 2:1 ging‘ ab, bis auf 6:1. Eine zweite Serie folgte bis 10:3, eine dritte bis 12:7 und gar eine vierte bis 15:9. Bloß nicht wieder verlieren. Ein zweiter Satzverlust im Pokal wäre überaus destruktiv. Insofern war der Ausgang von Satz Zwei bedeutungsvoll. Die Gäste mit Christian Dünnes und Co. starteten beim Stand von 22:17 eine Serie und eine eindrucksvolle Aufholjagd; sie kamen bis auf 22:21 heran. Doch Paul Carroll und seine Mitspieler zeigten diesmal in der Endphase Nervenstärke. Die nächsten drei Punkte gehörten ihnen und damit der Satzgewinn 25:22, zum 1:1 Satzausgleich.

Im dritten Satz ließen sich die Gäste nicht wieder überrumpeln. Pari stand’s noch bei 15:15, 17:17, 18:18, 20:20. 21:21 und 22:22. Den letzten Punkt erzielte wieder Christan Dünnes per Schmetterschlag. Bei den nächsten drei Punkten stand die Halle Kopf. Die Fans bejubelten die Nervenstärke gepaart mit Glück zum 25:22, dem selben Resultat wie in Satz zwei. Im vierten Satz lagen Serniottis Schützlinge zunächst mit 1:4 hinten. Die Gäste wehrten sich. Es war eng und hart umkämpft. Mal lag Berlin vorne, mal Frankfurt und Gleichstand bei 7:7, 9:9, 15:15. Von da an gingen die Gäste wieder in Front, führten mit zwei, drei Punkten. Norbert Kromm blockte erfolgreich zum 20:22. Die Berliner glichen zweimal aus, 22:22 und 23:23. Bei 24:23 hatte Berlin Matchball. Es folgten 24:24, 25:25. Die Gäste gingen 25:26 in Führung. Also spannender ging es wirklich nicht. Nach dem 27:27 setzten die BR Volleys die entscheidenden zwei Punkte zum 29:27-Sieg. Unmittelbar danach fand die Auslosung für das Viertelfinale statt. Die Berliner sind mit einem weiteren Heimspiel am 10. November bedacht worden. Der Gegner um den Halbfinaleinzug ist die SVG Lüneburg. Wir dürfen uns also auf die nächste Pokal-Hammerbegegnung freuen.

Christian Zschiedrich

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