Ostderby in Aue

Erzgebirge Aue Martin Männel Daniel Haas Pavel Dotchev
Grafik: Sportick

Das Stadion in Aue ist zur Zeit eine Baustelle. Es wird ausgebaut bei laufendem Spielbetrieb. Die Kosten werden sich am Ende auf über 19 Millionen EUR belaufen. Das traditionsreiche Stadion existiert 1928 an dieser Stelle und wurde bereits mehrfach um- und ausgebaut. Wenn wie geplant 2017 alle Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, wird es ein reines Fußballstadion sein. Die Laufbahn mit dem Tartanbelag in lila - weiß wird dann verschwunden sein. Auf der Baustelle empfängt der FC Erzgebirge Aue am kommenden Sonntag den 1. FC Union zum Ostderby in der 2. Bundesliga. Eine Baustelle in der Auer Mannschaft wurde beendet und ist geräumt. Stammtorhüter Martin Männel verletzte sich und musste sich einer Operation am Ellbogen unterziehen. So kam es, dass der beim 1. FC Union entlassene Daniel Haas einen Vertrag bis zum Saisonende bei den Veilchen unterschrieb. So treffen alte Bekannte aufeinander. Haas hütete von 2012 bis 2016 insgesamt 115 mal das Tor für die Eisernen. Unions Torschütze vom Dienst Collin Quaner sagte nach dem erfolgreichen Spiel gegen Hannover, „dem Daniel Haas möchte ich mal wieder gerne einen (Ball) reinhauen“. Es könnte sogar sein, dass es Trainer Jens Keller mit Philipp Hosiner und Collin Quaner gemeinsam in der Startaufstellung versucht. Die Veilchen aus Aue sind passabel in die Saison gestartet, liegen für ihre Verhältnisse im Soll. Durch Heimstärke haben sie sich bisher nicht ausgezeichnet. In dieser Saison wurde erst ein Heimspiel gewonnen, bei zwei Niederlagen und einem Unentschieden. Man kann es drehen wie man will, die Eisernen sind der Favorit. Niemand wird deshalb die Veilchen auf die leichte Schulter nehmen. Beide hatten keine größeren Umbrüche im Kader, sind eingespielte Teams. Interessant ist das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher taktischer Grundordnungen. Aues Trainer Pavel Dotchev bevorzugt ein 4-2-3-1 während Jens Keller wohl wieder ein 4-3-3 spielen lassen wird. Fabian Schönheim und Michael Parensen bleiben auf Grund nicht ausgeheilter Verletzungen in Berlin. Wieder einsatzfähig nach seiner gelb-rot Sperre ist Außenverteider Kristian Pedersen. Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Sebastian Brand. Die Plätze, die das Stadion während der Bauphase hergibt, werden sicherlich alle besetzt sein.

Hans-Peter Becker

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