Absteiger aus Hannover testet Unions Heimstärke

Hannover 96 Daniel Stendel Vasilev Jörg Siewert Michael Parensen
Grafik: Sportick

Drei Punkte trennen Eisernen vom Aufstiegsaspiranten Hannover 96. Diese Zweitligabegegnung wird am kommenden Sonntag erst zum dritten Mal ausgetragen. Das erste Aufeinandertreffen datiert vom 30.07.2001. Der damalige Aufsteiger 1. FC Union Berlin empfing gleich am ersten Spieltag der Saison 2001/02 die 96er. Damals wie heute hatte der Gast das Saisonziel, Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs. Es wird ein harter Prüfstein für Heimstärke der Eisernen. Die 96er haben erst ein Spiel verloren und dabei eine makellose Auswärtsbilanz. Die Eisernen wollen zeigen, dass ihre Alte Försterei eine Festung ist. Es klingt unglaublich, seit fast einem Jahr haben die Eisernen hier nicht mehr verloren. Die letzte Heimniederlage trägt das Datum 24.10.2015, es war ein 0:2 im Spiel gegen den SC Paderborn. Ein gewisser Stefan Effenberg stand als Gästetrainer an der Seitenlinie. Hält also die Festung ? Der Absteiger aus der ersten Liga ist wohl die härteste Prüfung. Der Kader von Hannover 96 ist erstligareif. Unions Trainer Jens Keller muss auf jeden Fall auf seinen linken Außenverteidiger Kristian Pedersen verzichten. Er kassierte in Nürnberg die gelb-rote Karte, für ihn könnte Routinier Michael Parensen in die Startelf rutschen. Für Collin Quarner wird es wohl noch nicht für die Startelf reichen. Er könnte aber als Joker auf der Bank sitzen. 2001 endete die Partie vor über 9.000 Zuschauern übrigens 1:1, die Eisernen gingen durch Vidolov in Führung und büßten den Vorsprung durch ein Eigentor wieder ein. Auf dem Feld für Hannover standen damals auch Jörg Siewers und Daniel Stendel. Beide werden 15 Jahre später wieder mit dabei sein, Siewers ist heute Torwart-Trainer und Stendel trägt die sportliche Verantwortung. Am Saisonende hatten beide ihre Ziele erreicht, Hannover stieg unter Ralf Rangnick in die erste Liga auf und die Eisernen, als Liga-Neuling, holten unter Trainer Vasilev 56 Punkte und wurden mit Tabellenplatz 6 der beste Aufsteiger.

Hans-Peter Becker

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