Eisbären verlieren erneut

Niklas Treutel Krefeld Pinguine Eisbären Berlin
Niklas Treutle im Krefelder Tor feierte einen gelungen Einstand (Foto: Stefan Wenske)

Spiel 2 des Heimspielwochendes, zu Gast in der Arena am Ostbahnhof waren die Krefeld Pinguine. Die Krefelder haben, im Gegensatz zu den Eisbären, einen Katastrophen-Start hingelegt. Zahlreiche Wechsel beim spielenden Personal und in der sportlichen Führung haben bislang jegliche Wirkung verfehlt. Sie reisten als Tabellenletzter nach Berlin. Lediglich ein Sieg aus sieben Saisonspielen, dazu das Team mit den meisten Gegentoren. Von der Papierform ihres Kaders her sind die Krefelder eigentlich ein sicherer Kandidat für die direkte Play-off Qualifikation. Auf die mangelhaften Abwehrleistungen wurde reagiert und Torwart Niklas Treutle nach verpflichtet. Bei den Eisbären stand Florian Busch wegen Kniebeschwerden nicht zur Verfügung. Sie bekamen nur 3 komplette Sturmreihen zusammen. Für die 4. Reihe standen nur Sven Ziegler und Laurin Braun zur Verfügung, so dass die Center der anderen Sturmreihen ab und zu eine Doppelschicht fahren mussten. Tore waren zunächst Fehlanzeige, nach 2 gespielten Dritteln stand es 0:0. Beide hatten ihre Chancen. Großartige Saves beider Torhüter verhinderten den Torjubel. Als die zweite Drittelpause begann hatten die Eisbären spiel-übergreifend 100 minutenlang Eishockey hinter sich, ohne dabei ein Tor erzielt zu haben. Das letzte Drittel brachte die Entscheidung. Es fielen 4 Tore,...

Homophobie Eisbären Uwe Krupp Krefeld Pinguine Franz Fitzmeier
Die Welt ist bunt, Eisbären setzen ein Zeichen gegen Homophobie, Choreo vor dem Spiel gegen Krefeld. (Foto: Stefan Wenske)

leider nur ein einziges für die Eisbären. Constantin Braun schmorte auf der Strafbank, kurz vor dem Ablauf trafen die Pinguine aus Krefeld. Dragan Umicevic, der Neuzugang aus Köln vollendete das Powerplay. Das Spiel war bereits 49 Minuten alt. Knapp 3 Minuten später schlugen die Eisbären zurück. Julian Talbot wurde als Torschütze verkündet. Es roch verdächtig nach Overtime, noch waren knapp 10 Minuten zu spielen. Der Krefelder Mark Mancari, Neuzugang aus der American Hockey League nutzte die verbleibende Zeit für die Krefelder Treffer Nummer 3 und 4. (54. und 58. Spielminute) Unter Pfiffen und mit hängenden Köpfen gingen die Eisbären in die Kabine. Für die Eisbären war es die zweite Niederlage in Folge und die Krefelder konnten nach 6 Niederlagen in Folge endlich mal gewinnen. In der Tabelle rutschen die Eisbären auf Platz 8 ab. Die Krefelder verlassen dank des Sieges in Berlin, den letzten Tabellenplatz. Wie erklärt man – möglichst eloquent – diese Niederlage. Der erfahrene Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann stellte sich den Journalisten. „Wir haben heute einfach nicht gut gespielt. 5 Drittel lang haben wir nicht ein einziges Tor erzielt, das kann nicht unser Anspruch sein.“ Erneut musste Uwe Krupp dem Gäste-Trainer zum Sieg gratulieren. „Schon die ersten Wechsel im Spiel haben gezeigt, mit welch hoher Motivation die Krefelder nach Berlin gekommen sind. Uns ist es nicht gelungen 60 Minuten so konstant zu spielen, wie es gegen Krefeld notwendig gewesen wäre.“ Der Krefelder Trainer Franz Fritzmeier war natürlich froh, nach der langen Durststrecke, endlich mal wieder 3 Punkte mit seiner Mannschaft erkämpft zu haben. Die Eisbären haben jetzt 3 Auswärtsaufgaben zu lösen. Am kommenden Dienstag geht es zunächst in der Schweiz weiter. Der EV Zug empfängt die Eisbären zum Rückspiel in der Champions-Hockey-League.

Hans-Peter Becker

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