Revanche missglückt – Eisbären verlieren gegen Köln

Cory Clouston Kölner Haie
Das Kölner Tor blieb verschlossen, Eisbären verlieren mit 0:3. Foto: Stefan Wenske

Es war ein Gipfeltreffen in der DEL der Tabellen-Dritte empfing den punktgleichen Tabellen-Zweiten, die Eisbären spielten gegen die Kölner Haie. Richtig, die Haie waren der letzte Gegner in der vergangenen Saison, der berühmte Stolperstein im Viertelfinale. Zeit zur Revanche am 7. Oktober, am 7. Spieltag der neuen Saison. Der Freitagabend hatte 12.531 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof versammelt. Uwe Krupp hatte seine Angriffsreihen etwas verändert. Zum Center Darin Olver gesellte sich mal wieder sein langjähriger Partner Barry Tallackson auf der rechten Seite. In dieser Sturmreihe agierte auf der linken Seite der aktuelle Top-Scorer Nick Petersen. Die Kölner mit den beiden Ex-Eisbären Shwan LaLonde und T.J. Mulock nach Berlin gekommen stellten gleich im 1. Drittel klar, dass sie nicht mit Spendierhosen angereist waren. In der 6. Minute erzielten sie das erste Tor der Begegnung. Fredrik Eriksson drückte den Puck über die Linie. Gute Chancen der Eisbären blieben liegen, eine Überzahl kurz vor der ersten Drittelpause blieb ungenutzt. Im 2. Drittel kämpferisch starke Eisbären, es fehlte immer wieder das letzte Quäntchen Glück. Gustav Wesslau im Kölner Tor erwies sich als ein Meister seines Fachs. Die Gäste waren stets gefährlich. Das Mitteldrittel blieb torlos. Dieser Fakt grenzte an ein Wunder. Es war ein sehenswertes Eishockeyspiel,...

Andre Rankel Gustav Wesslau Kölner Haie Uwe Krupp
Immer wieder Köln Goalie Gustav Wesslau, in dieser Szene scheitert Andre Rankel. Foto: Stefan Wenske

es ging rauf und runter. Es fehlte die Vollendung durch Tore auf Seiten der Berliner. Im Schlussabschnitt das gewohnte Bild, beide Torhüter hatten gut zu tun. Die Kölner wirkten stärker und strukturierter. Im Schlussabschnitt machten die Kölner alles klar. Kai Hospelt überwand mit einen Schuss, der nicht unhaltbar schien, Petri Vehanen. Es war bereits die 52. Spielminute. Natürlich versuchten die Eisbären alles, es war zu wenig an diesem Abend. Gustav Wesslau entschärfte 39 Schüsse auf sein Tor und feierte seinen zweiten shutout der Saison. Die Kölner krönten ihre souveräne Auswärtsleistung in der letzten Spielminute durch Treffer Nummer 3. Es war ein empty-net Tor durch Johannes Salmonsson. „Köln hat heute sehr gut gespielt. Wir waren nicht schlecht, hatten unsere Chancen, in den entscheidenden Momenten fehlte das Glück,“so äußerte sich Eisbären-Kapitän Andre Rankel nach dem Spiel. Kölns Trainer Cory Clouston war zufrieden. „Es ist sehr schwer in Berlin zu gewinnen. Wir haben ein gutes Spiel gegen einen sehr guten Gegner gemacht. Das frühe Tor unser 4. Reihe hat uns Sicherheit gegeben und das 2.Tor hat das Spiel entschieden.“ Uwe Krupp äußerte:“Wir haben aus unseren Chancen kein Kapital schlagen können. Köln hat verdient gewonnen.“

Für die Eisbären geht es am Sonntag erneut mit einem Heimspiel weiter, zu Gast ist der momentane Tabellenletzte, die Krefeld Pinguine.

Hans-Peter Becker

Kommentar schreiben

Kommentare: 0