Eisbären starten mit shutout Sieg daheim

Eishockey EV Zug Harold Kreis
Die Mannschaft des EV Zug vor dem Spiel. (Foto: Stefan Wenske)

In der ersten Ko. Runde der Champions Hockey League empfingen die Eisbären den EV Zug aus der Schweiz. Die Schweizer sind ähnlich gut in die nationale Meisterschaft gestartet wie die Eisbären. 19 Punkte nach 10 Spielen, das bedeutet Tabellenplatz 10. Trainer der Schweizer ist ein alter Bekannter aus der DEL, die Mannheimer Eishockeylegende Harold Kreis. Was war 24. April 2012, die Eisbären gewannen das entscheidende Spiel 5 der Finalserie gegen die Adler Mannheim und der Gäste-Trainer damals hieß Harold Kreis. Fast wäre er damals mit den Adlern Meister geworden. Das ist alles Vergangenheit, im Sport zählt der Moment. Wer erreicht die nächste Runde. Die Chancen wurden vor dem Spiel für beide mit 50% gewertet. Die Eisbären gingen in der 9. Minute in Führung. Ein Schuss Nicloas Petersen wurde unhaltbar für den Schweizer Goalie Tobias Stephan abgefälscht. Mit dieser knappen Führung ging es in die erste Drittelpause. Es waren nur 4.722 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof, das Spiel hätte mehr verdient. Es war nicht ganz so körperbetont wie die meisten Matches in der deutschen Liga. Diese Feststellung scheint ein Blick auf die Statistik Lügen zu strafen. Am Ende des Spiels hatten die Schweizer 70 und die Eisbären 38 Strafminuten gesammelt. Das lag daran, dass in der 30. Minute Dominic Lammer sein Arbeitsgerät nicht unter Kontrolle hatte und Nicolas Petersen mit einer Platzwunde am Kinn...

Harold Kreis EV Zug Berlin Arena
Harold Kreis, Trainer EV Zug mal wieder in Berlin. (Foto: Hans-Peter Becker)

die Partie beenden musste. Lammer ging duschen, das Strafmaß betrug 5+Spieldauer. In der 25. Minute hatte Barry Tallackson die Eisbären mit 2:0 in Führung geschossen. Er spielte mal wieder mit Darin Olver in einer Sturmreihe. 29 Sekunden vor der letzten Drittelpause erhöhte Kapitän Andre Rankel auf 3:0, die Eisbären nutzten ein 5 zu 4 Powerplay. Die Pausensirene war verklungen, beide Teams begaben sich in die Kabine, da krachte es zwischen Johann Morant und Eisbär Spencer Machacek. Ein sehenswerter Faustkampf, ausgetragen ohne Handschuhe, die Gewichtsklasse passte auch. Beide wurden nach dem Kampf von der weiteren Teilnahme am Spiel befreit. Die Spiele der Champions-League sind Eishockey pur, es gibt keine Bespaßung in den Drittelpausen. Als Jamie Macqueen in der 42. Minute das 4:0 für die Eisbären erzielte, erneut nutzten sie eine Überzahl, war bereits mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Die Gäste aus der Schweiz ließen deutlich die Köpfe hängen. Harold Kreis sieht trotzdem noch eine Chance auf das Weiterkommen, 4 Tore aufzuholen, ist im Eishockey nicht völlig unmöglich. Allerdings müssen seine Spieler dann etwas disziplinierter Auftreten. Sein Kollege, Eisbären Coach Uwe Krupp erwartet in Zug, am kommenden Dienstag nochmals eine harte Auseinandersetzung. Die Eisbären haben eine gute Chance die nächste Runde zu Erreichen.

Neben den Eisbären sind noch 2 weitere Teams aus der DEL in der Champions-League vertreten, Red Bull München spielte Vaxjo Lakers aus Schweden 1:1, während der letzte Gegner der Eisbären, die Grizzlys Wolfsburg gegen die Lions Zürich mit 1:4 unterlagen.

Hans-Peter Becker

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