Unsere wachsende Zusammenarbeit mit sportfanat.de

Christian Zschiedrich. Foto: SportickTV
Christian Zschiedrich. Foto: SportickTV

Seit geraumer Zeit kooperieren wir mit sportfanat.de. Ihr seht dort regelmäßig meinen Kommentar in der Kolumne KLARTEXT. Kenny Mistelbauer & Co. bestätigen mir Zufriedenheit und ein positives Echo. Schön so. Damit unsere User einmal einen Eindruck über die Videotätigkeit von den „Fanatikern“ im Sinne der Meinungsvielfalt sich verschaffen können und wer zu faul ist, den YouTube-Kanal von Sportfanat zu suchen, der klicke einfach auf das obenstehende Video. Wir beabsichtigen die Kooperation zu vertiefen. Man sagt ja oft, es gilt das gesprochene Wort. Wer trotzdem den Text selbst nachlesen möchte, der findet ihn unter mehr lesen. Die neue Kolumne ist online. Heute beschäftigt mich…

das Fußball-Trainerdasein – am Beispiel von Bruno Labbadia mit dem einzigen Club, dem HSV, der seit Bestehen der Bundesliga noch nie abgestiegen ist. Ich neige dazu, die Position der Trainer vielleicht ein bisschen zu verteidigen, weil ich selbst einmal Vor- und Nachteile gespürt habe. Interessant ist, wer über Trainer-Rausschmisse entscheidet? Im Normalfall der Vereinsvorstand, mitunter der Sponsor oder dessen Gewährsmann, im Falle HSV der Vorstands-Vorsitzende namens Dietmar Beiersdorfer. Über den spreche ich heute Klartext.

 

Als Beiersdorfer Bruno Labbadia im April 2015 für Peter Knäbel verpflichtete, wusste der liebe Dietmar genau, wer der Bruno war. Denn seine Qualitäten – oder auch nicht – waren dem HSV bekannt, denn Labbadia war ja, von Juli 2009 – bis zum 25.April 2010 schon einmal Cheftrainer, er wurde also wiederverpflichtet. Dazwischen, in den 5 Jahren trugen sage und schreibe elf Trainer in kurzen Abständen die Verantwortung. Fazit: Der Hamburger SV ist eine Trainer-Vernichtungs-Maschinerie.

 

In dem Zusammenhang von 2002 -2009 war Beiersdorfer Sportchef des HSV. Nach Zwischenstationen in der Red Bull GmbH, dann bei RB Leipzig und Zenit Sankt Petersburg wurde Beiersdorfer am 9.Juli 2014 Vorstandsvorsitzender wieder beim Hamburger SV. Vor Labbadias Zeiten seien in elf Jahren diese namhaften Trainer genannt: Felix Magath, Ralf Schehr, Frank Pagelsdorf, Holger Hieronymus, Kurt Jara, Klaus Toppmöller, Thomas Doll, Huub Stevens und Martin Jol.

 

So ein häufiger Trainerwechsel ist in der Regel stets mit erhöhten Geldausgaben und Änderungen im Kadergefüge verbunden. Also bloß kein Mitleid mit dem HSV. Geld ist ja da zur Genüge vorhanden. Oder? Kann denn so ein Traditionsclub vielleicht doch einmal oder sollte er sogar von der Landschaft zumindest in den Niederungen verschwinden?

 

Also, Bruno Labbadia durfte erst einmal 10 Monate und jetzt fast 16 Monate übrigens als der gefeierte Retter im letzten Jahr ran. Was mich besonders störte ist die unwürdige Art und Weise wie Beiersdorf mit Labbadia verfuhr und umging. Denn bereits nach der 2.Saison-Niederlage wurde der Kontakt zu Markus Gisdol aufgenommen, der nun nicht einmal 12 Stunden nach Labbadias Entlassung der neue HSV-Trainer wurde. In Interview-Aussagen wurde Labbadia regelrecht demontiert. Dabei hätte er Rückendeckung verdient.

 

Kann sich ein in der Menschenführung so krass versagender Sportfunktionär in unserem Land überhaupt halten? Ist das nicht beschämend? Unmissverständlich deutlich und klar: Der HSV wäre besser beraten gewesen, Bruno Labbadia zu behalten und Dietmar Beiersdorfer in die Wüste zu schicken. Vielleicht geschieht‘ s noch, wenn die Fans lauthals rebellieren. Dazu müsste allerdings am Samstag, 01.10.2016 Hertha BSC zu Hause im Olympiastadion dem HSV die nächste Niederlage beibringen.

Christian Zschiedrich

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