Nun Hertha BSC Berlin gegen Hamburg

Nach der zu erwartenden Niederlage in München und einer 3:2 Führung Sekunden vor Schluss in Frankfurt wollte ich titeln: Hertha konnte den Hebel umlegen! Doch die Führung, Torschützen zweimal Ibisevic und Esswein brachte Hertha nur bis zum Ende der regulären Spielzeit über die Runden, in der 93. Minute köpfte Hector eine Flanke von Rebic eben in der Nachspielzeit zum 3:3 ein. Ärgerlich, statt 3 Punkten, wenigsten einer. Trösten wir uns damit, dass es vor 45.000 Zuschauern ein gutes Spiel war mit hochinteressanter Torfolge: 0:1  (19.) Ibisevic (FE), 1:1 (39.) Fabian, 2:1 (45.) Meier, 2:2 (58.) Ibisevic, 2:3 (65.) Esswein, 3:3 (90.+3) Hector. Hertha hat nun, wie Gladbach und Frankfurt nach fünf Spielen 10 Punkte. Das ist anerkennenswert – übrigens auch die Leistung des HSV unter Trainer Bruno Labbadia vor 57.000 Zuschauern im Volksparkstadion. Der HSV hat es trotz bisher geringer Punktausbeute  Moral bewiesen und mit der Lauf- und Einsatzfreude eigentlich gegen Bayern München eine Punkteteilung verdient gehabt. Ribery setzte sich kurz vor Ultimo am linken Flügel durch, seine scharfe Eingabe vollstreckte Kimmich im rechten Torraum zum 1:0 (88.). Nun kommt es am kommenden Samstag, 01.10., 15.30 Uhr, zur Begegnung Hertha BSC – Hamburger SV. Mit der Vorhersage, dass ausgerechnet der Trainer, der den HSV in spektakulärer Manier im letzten Jahr vor dem Abstieg rettete und aktuell als geschlossene Einheit aufgerichtet hat, in Berlin aller Voraussicht nach nicht mehr auf der Bank sitzen wird. Ich behaupte, die Vereinsführung in Hamburg hat (vielleicht unbewusst)  Zwietracht im Profibereich gesät. Statt dem Trainer den Rücken zu stärken und Vertrauen zu schenken, stehen seit Wochen Aussagen im Raum, die sehr darauf schließen lassen, Bruno Labbadia schlichtweg abzusägen. Ich habe noch keinen Sportdirektor erlebt, der so rumeiert wie Dietmar Beiersdorfer. Es kann gewettet werden. Ebenso auf den Trainerentscheid in Bremen. Ich gehe fest davon aus, dass Werder es viel besser macht. Besonders enttäuschend die Leistungen von Wolfsburg mit seinen hochbezahlten Spielern.

Christian Zschiedrich

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