Mein Sportwochenende

Werder Bremen Hertha BSC Skripnik Schalke 04
Foto: Sportick

Berlin hat gewählt, selten war ich so froh, als Redakteur nur für den Sport zuständig zu sein. Der Sport in Berlin wird nach Lage der Dinge einen neuen zuständigen Senator und dazugehörigen Staatsekretär bekommen. Ob es was hilft ? Ich kommentiere lieber mein Sportwochenende. Das ging am Freitag richtig gut los. Der 1. FC Union ließ für die 60er das Oktoberfestbier schal werden. Die Abwehrmauer hielt, drei Punkte gingen nach Köpenick. Am selben Abend starteten in Berlin die Eisbären in die neue Eishockey-Saison in der DEL, nach 60 effektiven Spielminuten stand der erste Sieg fest. Das 5:2 war ein hartes Stück Arbeit. Der erste Heimsieg wurde am Sonntag gleich mit dem Auswärtssieg in Düsseldorf veredelt. Ein 6 Punkte-Wochenende gleich zum Auftakt, was will man mehr. Am Freitagabend spielte in der Fußball-Regionalliga der BFC Dynamo gegen Wacker Nordhausen und gewann mit 3:0. Immerhin waren über 600 Zuschauer im Jahnsportpark direkte Augenzeugen. Warum erwähne ich das ? Während des Wahlkampfes ist mir ein Plakat aufgefallen. Dort wurde gefordert, „der BFC muss wieder Meister werden“, das ist wenigstens lustig. Ob es allerdings ernst gemeint ist ? Egal, was ist schon ernst gemeint auf Wahl-Plakaten. Geworben hat mit diesem Plakat Die Partei. Laut vorläufigem, amtlichen Ergebnis haben 19.775 Wahlberechtigte ihre Erststimme und 31.908 ihre Zweitstimme für Die Partei gegeben. Die Füchse Berlin, dass sind die,....

die den Ball mit der Hand bewegen, landeten am Samstag im dritten Bundesligaspiel den dritten Sieg. Der Bergische HC hatte in eigener Halle in Wuppertal keine Chance und verlor gegen die Füchse mit 20:31. Lediglich in den ersten 20 Spielminuten konnten die Gastgeber mithalten. Am Wahltag begann, eine halbe Stunde vor Schließung der Wahllokale, die Bundesliga-Partie von Hertha BSC gegen Schalke 04. Mit fast 50.000 Zuschauern war die Stadionauslastung nur ein bisschen höher als die Wahlbeteiligung. Beides beachtlich und noch besser, Hertha schenkte Schalke humorlos zwei Dinger ein. Es waren Geschenke der Gäste. Hertha war gnadenlos effektiv. Die Null muss stehen, meinte einst Schalkes Trainer-Legende Hub Stevens, null Punkte und null Tore nach drei Spielen waren damit nicht gemeint. Schalke ist die einzige Mannschaft der 1. Bundesliga, die noch keinen einzigen Treffer erzielt hat. Sogar der Katastrophenverein Werder Bremen hat bereits zweimal getroffen. Dort wurde bereits der Trainer entlassen. Ist das in der Geschichte der Bundesliga jetzt die schnellste Trennung von einem Trainer, nach nur drei Spielen? Der Kader ist auf jeden Fall erstligatauglich. Zum Schluss nochmal Hertha, es gibt aktuell nur zwei Mannschaften die noch ohne Punktverlust sind, der FC Bayern und Hertha BSC. Am Mittwoch treffen beide in München aufeinander. Das ist dann ein Spitzenspiel, irgendwie nicht zu glauben.

Hans-Peter Becker

Kommentar schreiben

Kommentare: 0