Die Eisernen verstärken die Offensive

Heute ist der letzte Tag, an dem das Transferfenster geöffnet ist. Der 1. FC Union hat zugeschlagen und einen Teil des Geldes aus dem Transfer von Bobby Wood investiert. Jetzt dürfte auch klar sein, warum Jens Keller am 22. und 23 August nicht das Training geleitet hat. Am 22.08. könnte er in der Boras-Arena im schwedischen Boras gesessen haben. Boras eine Stadt in Süd-Schweden mit ca. 66.000 Einwohnern, dort ist der Erstligist IF Elfsborg zu Hause. Ein Verein mit großer Tradition, sechsmal Meister und mehrfacher Teilnehmer am Europapokal. Boras besiegt am 19. Spieltag der Allsvenskan im Heimspiel den GIF Sundvall mit 4:0. In Schweden wird eine Jahressaison von April bis Oktober gespielt. Es war das letzte Spiel von Simon Hedlund für seinen Heimatverein. Am 29.08. verkündete der 1. FC Union seine Verpflichtung. Bis zum 30.06.2020 ist er vertraglich in Köpenick gebunden. Der 23jährige hat in Schweden bislang eine gute Saison gespielt, 5 Tore und 7 Vorlagen in 17 Spielen. Rechtes, offensives Mittelfeld dort hat der Rechtsfuß hauptsächlich gespielt. Seit seiner A-Jugend Zeit sind Daten zu finden, dass er auch im linken Mittelfeld spielen kann. Jens Keller hatte mehrfach betont, im Sturm und offensiven Mittelfeld kann wenig nachgelegt werden. Mit der Verpflichtung von Hedlund hat sich die Situation an dieser Stelle etwas entspannt. Er ist erst der zweite Schwede, der das Trikot der Eisernen trägt. In der Saison 1998/99 spielte Anders Swahn in Köpenick. Er brachte es auf 10 Einsätze (2 Startelfeinsätze und 8 Einwechselungen) Diese Bilanz sollte sein Landsmann übertreffen können.

Union will in dieser Saison weit oben mitspielen. Bei engen Spielen wird es darauf ankommen eine gute Ersatzbank zu haben, um den Erfolg noch einwechseln zu können. Genau dafür sind gute Offensiv-Spieler notendig. Jens Keller bevorzugt ein 4-3-3 System, dazu aggressives Pressing. Die Zahl der Gegentore ist nach 3 absolvierten Spielen beachtlich. Zusammen mit dem 1. FC Nürnberg halten die Eisernen aktuell den schlechtesten Wert, 8mal zappelte der Ball im eigenen Netz. Positiv, der Ball wurde auch 7mal ins gegnerische Tor befördert. In der Defensive wird nicht personell nachgebessert. Hier ist es Frage des Trainings, um das Abwehrverhalten zu verbessern.

Hans-Peter Becker

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