Eisbären – Niederlage am Sonntag

Lappeenranta Eishockey Eisbären Berlin
Foto: Stefan Wenske

Die Gegner in der Champions Hockey League werden für die Eisbären nicht einfacher. Nach den Schweden aus Lulea stellte sich am Sonntag, nur knapp 48 Stunden später, das finnische Team aus Lappeenranta vor. Es war auch ein Duell zweier finnischer Torwart-Oldies. Bei den Finnen hütete Jussi Markkanen, inzwischen 41 Jahre, Stanley Cup Finale mit den Edmonton Oilers, Weltmeisterschaften 2002 und 2004, dazu Einsätze in der russischen KHL sowie Schweizer Liga, das Tor. In der 14. Spielminute musste er nach einer unübersichtlichen Szene seinen ersten Gegentreffer hinnehmen. Die Schiedsrichter bemühten zunächst den Videobeweis. Der von Neuzugang Nicholas Petersen rein gestocherte Puck zählte. Nur 119 Sekunden später holte der andere Torwart aus Finnland – etwas jünger als sein Landsmann, wird im Oktober 39 Jahre alt – den Puck aus dem Tor. Ein Flachschuss von John MacFarland stellte die Partie wieder pari. Es war etwas unübersichtlich, zunächst kann Vehanen den Schuss von Tero Koskiranta abwehren. Doch zu kurz und leider nicht zur Seite, so bewegte sich der Puck gefährlich im Slot. Bis zur ersten Drittel-Sirene lieferten die Eisbären, wie am vergangenen Freitag, eine beherzte Partie ab. Sollte da wieder was gehen ? Im Mittelabschnitt hatte sich die Gäste besser auf das Spiel...

Eishockey Champions Hockey League
Eisbären hatten gute Torchancen - zu viele blieben ungenutzt. Foto: Stefan Wenske

der Eisbären eingestellt. Enormer Laufaufwand bei den Eisbären, dazu frühes Stören, das schien sich in der 26. Minute auszuzahlen. Marcel Noebels war den Verteidigern entwischt und konnte nur unfair gestoppt werden. Leider verwandelte er den Penalty nicht. Es wäre die erneute Führung gewesen. Gute Chancen wurden nicht genutzt. Entweder verhinderte Jussi Markkanen den Puck am überqueren der Torlinie oder die Schüsse fanden erst gar nicht ihr Ziel. So was rächt sich. In der 24. und 38. Minute schlugen die Gäste aus dem hohen Norden zu. Zunächst sahen die 6.308 Zuschauer eine gelungene Kombination der ersten Sturmreihe der Gäste und leider eine nicht so gekonnte Aktion von Petri Vehanen. Joona Jääskeläinen, der erst 20jährige Center der 1. Sturmreihe schickte den Puck unter den Schonern von Vehanen hindurch ins Tor. Der Drops schien gelutscht, durch einen Shorthander erhöhten die Finnen auf 3:1. Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären alles, um nochmals zurückzukommen. Sie wurden belohnt, Neuzugang Daniel Fischbuch vollendete eine Vorlage von Neuzugang Nicolas Petersen. Wieder hatten die Finne eine Antwort parat. Nur 4 Minuten später überwanden sie Vehanen zum vierten Mal.

Ari Santanen der Trainer der Finnen war vor allem mit seiner Defensive zufrieden. „Wir wussten, dass die Eisbären läuferisch stark sind. Eigentlich wollten wir besser dagegenhalten, wir haben zu viele Chancen zugelassen, konnten uns aber auf unseren Torwart verlassen. Er hat sich ein Extralob verdient. Die wenigen Chancen die wir hatten, konnten wir nutzen.“

Uwe Krupp sah ein sehr körperbetontes Spiel. „Wir waren über weite Strecken ebenbürtig. Vor allem im 2. Drittel haben wir Tempo gemacht, uns gute Möglichkeiten erspielt. Leider konnten wir daraus kein Kapital schlagen. Durch den 2 Tore Vorsprung war es sehr schwer für uns. Durch den Anschlusstreffer im letzten Drittel haben wir noch einmal Hoffnung geschöpft. Insgesamt bin ich zufrieden, die Mannschaft hat sich teuer verkauft. Wir waren heute nicht ganz so frisch wie am Freitag. Jetzt sind wir froh, dass wir 3 Punkte aus 2 Spielen geholt haben.“

An den Spielreihen wird sicherlich noch weiter gebastelt werden müssen. Überzeugen konnte heute die Sturmreihe mit den Neuzugängen Petersen und Fischbuch, dazu der erfahrene Center Darin Olver. In Bezug auf Kyle Wilson, er spielte Center in der 1. Reihe sind noch Reserven.

Hans-Peter Becker

 

Andre Rankel (Eisbären Kapitän)

„Das 2. Drittel war entscheidend. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Es war ein Spiel, wo die berühmten Kleinigkeiten eine Rolle spielen, da haben wir zu viel falsch gemacht.“

 

Daniel Fischbuch (1. Tor in der CHL)

„Mein Tor war eine gute Vorarbeit von Petersen. Es gehörte zur Hälfte ihm. In meiner Reihe habe ich gute Mitspieler.“

 

Champions Hockey League

Vorrundengruppe I

Eisbären Berlin (D) vs SaiPa Lappeenranta (Fin)

Ort: Mercedes Benz Arena Berlin

Ergebnis: (1:1/0:2/1:1)

Torschützen:

14. min 1:0 Nicholas Petersen (Daren Olver/Daniel Fischbuch) EQ

16. min 1:1 John Mc Farland (Kalle Maalahti/Joona Jaaskelainen); EQ

24. min 1:2 Joona Jääskeläinen (Kalle Maalahti/Tero Koskiranta ) EQ

38. min 1:3 Matti Jarvinen SH

48. min 2:3 Daniel Fischbuch (Nicolas Petersen/Julian Talbot) EQ

52. min 2:4 Brett Carson ( Tero Koskiranta/ Joona Jääskeläinen)

 

Torschüsse:

Eisbären 39

SaiPa Lappeenranta: 27

Strafminuten:

Eisbären 12

SaiPa Lappeenranta 12

 

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