Brisantes Derby am Montagabend

Jens Keller Union Berlin Uwe Neuhaus
Unions Trainer Jens Keller Foto: Hans-Peter Becker

Exakt 22.012 Zuschauerplätze bietet das Stadion An der Alten Försterei und gleich zum ersten Heimspiel der neuen Saison werden alle besetzt sein. Das liegt auch am Gegner. Mit Wiederaufsteiger Dynamo Dresden kommt es wieder zu einem Ostderby. In der vergangenen Saison vertraten ja die Eisernen allein den Osten in der 2. Bundesliga. Gespielt wird am Montagabend unter Flutlicht. Die Voraussetzungen für ein spannungsgeladenes Derby sind gegeben. Die Dresdner eroberten im ersten Saisonspiel gegen Nürnberg einen Punkt, während die Eisernen ihren Auftakt in Bochum verloren. Die Punkte sollen auf jeden Fall in Berlin bleiben. Die Favoritenrolle liegt bei der Heimmannschaft. Einfach dürfte es trotzdem nicht werden. Die Gäste werden trainiert von Uwe Neuhaus, von 2007 bis 2015, sieben Spielzeiten lang wirkte er in der Wuhlheide. „Danke Uwe“ stand auf den Transparenten der Union-Fans bei seinem letzten Heimspiel. Aktuell würde Uwe Neuhaus gern die Punkte aus Berlin mitnehmen. Was kann Jens Keller dagegen setzen? Ihm musste keiner die besondere Brisanz des Spiels erklären. „Es war nicht schwer in den letzten Tagen alles mitzubekommen, was hier los ist. Das sind die Spiele, auf die sich Spieler und Trainer freuen. Wichtig ist, dass alles auf dem Platz bleibt und Auseinandersetzungen außerhalb des Stadions unterbleiben.“ Spiele solcher Brisanz werden nicht zum ersten Mal in Köpenick ausgetragen. Es wird alles getan, dass es ein friedliches Derby wird. Bei den Eisernen sind einige Profis angeschlagen. Die Verletzung von Philip Hosiner ist wohl nicht so schwer, wie zunächst angenommen. Sein Mitwirken am Montag ist nicht ausgeschlossen. Die Aussagen zum Spieltageskader waren auf der Pressekonferenz verständlicherweise recht vage. Beim öffentlichen Training am letzten Donnerstag fehlten insgesamt elf Profis. Da erst am Montag gespielt wird, wird sich die Situation noch entspannen.

Das Spiel wird um 20:15 zur besten Fernsehzeit angepfiffen. Als Schiedsrichter ist der erstligaerfahrene Wolfgang Stark vorgesehen. Im bisher letzten Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga zwischen beiden Mannschaften gab es am 8. Februar 2014 ein 0:0 in der Alten Försterei.

Hans-Peter Becker

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